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Alkohol am Steuer

“Ozapft is!” sowohl in München beim Oktoberfest als auch auf dem Wasen in Stuttgart-Cannstatt. Doch nach der feuchtfröhlichen Stimmung und tanzen auf den Bänken gilt der Leitsatz: Das Auto bleibt stehen!

Fahren im betrunkenen Zustand gefähredet Sie und andere. Warum Sie ihr Fahrzeug besser stehen lassen haben wir im heutigen Blogartikel für Sie zusammengefasst.

Alkohol und Versicherung

Bei Kfz-Haftpflichtversicherungsverträgen, die seit 1995 abgeschlossen wurden, gilt: Die Haftpflichtversicherung reguliert zwar den Schaden (bei den anderen Geschädigten), fordert aber anschließend Geld vom Schuldigen zurück. Bei sehr teuren Schäden aber nur bis zu 5000 Euro.

Auch eine private Unfallversicherung ist zu Abzügen oder gar zur Nicht-Regulierung berechtigt.

Eine Lebensversicherung zahlt nur die geleisteten Beiträge des “Alkoholfahrers” an die eventuellen Erben zurück. Auch gesetzliche Hinterbliebenenrenten werden nach einem Alkoholunfall gekürzt oder gar nicht bezahlt.

Lediglich eine Kfz-Rechtsschutzversicherung übernimmt die üblichen Rechtsanwalts- und Verfahrenskosten – aber keinesfalls die Geldstrafe.

Vorsicht: Der Kfz-Rechtsschutz besteht nicht bei Unfallflucht oder bei vorsätzlichen Trunkenheitsfahrten.

Unser Rat, wenn Sie auf Ihr Gläschen partout nicht verzichten wollen: Fahren Sie mit Öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Taxi. Das ist bequemer und vermeidet finanzielles Risiko. Neuerdings gibt es in manchen Städten so genannte “Heimfahr-Dienste”. Dabei werden Sie mit dem eigenen PKW nach Hause gefahren.

Weitere Informationen zum Thema Führerschein und MPU finden Sie auch unter http://www.verkehrsthek.de

Promillegrenze

Die bereits 1998 eingeführte 0,5-Promille-Grenze scheint immer noch nicht jedem bekannt zu sein: So schlimm kann es doch nicht sein, denkt sich manch einer und greift zum Glas.

Alkoholtester oder entsprechende Tabellen, wie viele Getränke zu wie viel Promille führen, bieten in der Regel nur trügerische Sicherheit: Exakte Werte darf man nicht erwarten, auch geben sie immer nur den augenblicklichen Wert wider.

Vorsicht auch am “Morgen danach”: Etwas Schlaf, eine kalte Dusche und starker Kaffee verbessern vielleicht das subjektive Befinden – den Promillewert im Blut beeinflusst das nicht.

Der Körper baut etwa 0,15 Promille pro Stunde ab. Wer so z.B. um 02.00 Uhr mit einem Wert von 1,0 Promille einschläft, muss also sieben Stunden schlafen, um wirklich alkoholfrei zu sein. Wer sich dagegen um 06.00 Uhr früh wieder ans Steuer setzt, hat immerhin noch 0,4 Promille im Blut. Überschätzt wird auch der Erholungswert des Schlafes unter Alkoholeinfluss: Wer “benebelt” ins Bett sinkt, hat keinen erholsamen Schlaf, sondern verfällt eher in einen narkoseähnlichen Zustand.

Beachten Sie auch, dass bei einem Verkehrsunfall unter 0,5 Promille auch der nichtschuldige Fahrer meistens eine Mitschuld bekommt! Speziell Führerscheinanfänger sollten enorm Aufpassen. Schon das erste Mal betrunken am Steuer erwischt kostet nicht nur ein Bußgeld, sondern es ist auch sofort eine Nachschulung und evtl. auch eine Verlängerung der Probezeit für den Führerschein fällig.

Wichtig: Auch ein Radfahrer riskiert mit deutlich erhöhtem Blutalkoholspiegel seinen Führerschein.

Promilleabbau

Gelegenheiten gibt es viele: Weinfeste, Jahrmärkte oder Biergarten. Bei ausgelassener Atmosphäre “genehmigt” sich so mancher Besucher oft ein paar Gläser zuviel, was fatale Folgen haben kann. Es ist ein Irrglaube, die Alkoholwirkung auf den Organismus ließe sich durch Tricks mindern.

Den Promillewert mit einer Tasse Kaffee oder gar Medikamenten beeinflussen zu wollen klappt garantiert nicht. Auch ein voller Magen ist kein Anti-Rausch Garant. Durch ein reichliches Essen vor dem Genuss von Hochprozentigem wird die Aufnahmegeschwindigkeit von Alkohol ins Blut lediglich geringfügig vermindert.

Viele Autofahrer glauben, sie bräuchten auch mit relativ hohen Promillewerten lediglich eine “Mütze voll Schlaf” zu nehmen, um wieder nüchtern zu werden. Doch selbst ein gesunder Körper kann pro Stunde höchstens 0,15 Promille abbauen. Bei beispielsweise 1,3 Promille müsste man also auch mit einer intakten Leber länger als 8 Stunden schlafen, um am nächsten Morgen ohne Restalkohol zur Arbeit zu fahren.

Kaum ein Fahrer weiß außerdem, dass es schon ab 0,3 Promille zu ersten Leistungseinbrüchen am Lenkrad kommen kann. Ab 0,5 Promille tritt zudem eine Rotlichtschwäche auf, die dazu führt, dass Brems- und Warnleuchten im Straßenverkehr nicht mehr deutlich wahrgenommen werden.

Fazit: Das Auto stehen lassen!

Hände weg vom Steuer, sollte Alkohol im Spiel sein.

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